Nachdem ich den großen Gabentisch ein wenig genossen hatte, ging es als ran ans Werk: Zunächst sich einmal mit dem Gehäuse vertraut machen. Ich bin doch immer wieder erstaunt, was man so alles geboten bekommt, wenn man zu seinem Distributor sagt: Ich brauche irgendein ATX-Gehäuse mit Netzteil, darf nichts kosten und muß nur drei Wochen halten... Auf diese Art habe ich ehrlich noch NIE ein schlechtes Gehäuse bekommen ;) So war es auch bei diesem hier, nach dem ich erstmal die cleveren Mechanismen begriffen hatte, war ich ehrlich beeindruckt, wie weit man doch ohne Schraubendreher kommt :) Die Grundmontage war schnell erledigt, Mainboard festschrauben (Prozessor, Lüfter und Speicher waren schon drauf), Anschlüsse für Strom, Tasten und LEDs aufstecken, Grafikkarte einstecken, Monitor anschließen, anschalten und in Deckung gehen :) Nein, alles in Ordnung, das Grundsystem meldet sich ordnungsgemäß, Mainboard, Grafikkarte und Gehäuse sind also grundsätzlich okay. Übrigens bietet es sich durchaus an, bei der Montage schrittweise vorzugehen, und alle Komponenten nacheinander einzubauen und einzurichten. Das erleichtert die Fehlerdiagnose, wenn denn mal irgendwas nicht funktioniert. Als nächstes kamen die 40GB-Platte, der DVD-Brenner, sowie die obligatorische Maus und Tastatur an die Reihe, und die Einrichtung des Betriebsystems konnte beginnen. Hierbei hatte ich mich für Windows XP Home Edition entschieden, die Alternative Linux hatte ich aufgrund meiner eher mageren Linux-Kenntnisse verworfen. Außerdem erschien mir das Angebot an Tools und Software für Windows einfach größer, das mag aber durchaus ein subjektiver Eindruck sein, Linux-Freaks mögen es mir verzeihen ;) Nach der Einrichtung von XP erfolgte das obligatorische Treiber-Spielchen, ich hatte mir vorher für die einzubauenden Komponenten die aktuellsten Treiber von den diversen Hersteller-Seiten heruntergeladen, ein Vorgang, bei dem es sich bezahlt macht, auf NoName-Komponenten zu verzichten. Bei einem HTPC ist der Balanceakt zwischen Stabilität und Performance wahrscheinlich noch heikler, als bei den meisten anderen Einsatzbereichen. Als generellen Tip kann ich hier nur sagen, wenn das System stabil läuft, bloß nichts mehr anfassen! Es kann nur schlechter werden :) Bei der Einrichtung bietet es sich an, zunächst das Betriebssystem auf den aktuellsten Stand zu bringen, da bei meiner XP-Version die aktuellen Servicepacks bereits integriet waren, hat das die Sache natürlich vereinfacht. Nichtsdestotrotz hatte ich jedoch die aktuellen Patches eingespielt, DirectX geupdated, das .Net-Framework installiert, sowie einige wichtige Tools installiert. Erst anschließend kamen die Treiber für den Chipsatz und die Grafikkarte an die Reihe. Anschließend erfolgte der Test des DualHead-Betriebes an Monitor und TV. Die G400 kann den zweiten (und nur den!) VGA-Ausgang zur Ansteuerung eines Fernsehers verwenden. Hierzu kann die mitgelieferte Kabelpeitsche verwendet werden, oder ein spezielles VGA-auf-SCART Kabel, die nötigen Pinbelegungen hierzu findet man im Matrox-Support-Forum. Beide Lösungen haben gemein, daß es eine Brücke zwischen zwei der VGA-Pins gibt, die der Karte mitteilt, daß es sich beim angeschlossenen Gerät um einen Fernseher handelt. Fehlt diese Brücke, wird der Fernseher (wenn überhaupt) mit viel zu hohen Frequenzen angesteuert, eine Beschädigung ist nicht auszuschließen. Hier ist also Vorsicht geboten. Ist ein entsprechende Kabel angeschlossen, wird der Ausgang solange nicht angesteuert, bis das Betriebssystem den Grafikktreiber initialisiert hat, dann erst erfolgt eine Ansteuerung gemäß der Einstellung im Treiber. Nach einem Funktionstest habe ich dann nach und nach die weiteren Komponenten eingeabaut, dabei hat sich die schrittweise Vorgehensweise als sehr hilfreich herausgestellt, vertrugen sich doch nicht alle Komponenten sofort. Um größtmögliche Stabilität und Performance zu erreichen, bietet es sich an, die Steckplätze für die Karten so zu wählen, daß alle Karten einen eigenen IRQ (Interrupt) zugewiesen bekommen. Um hier Kapazitäten zu schaffen, bot es sich in meinem Fall an, die beiden seriellen Schnittstellen und den Parallelport abzuschalten, sie werden bei mir ohnehin nicht verwendet. Mit dem Zusammenbau der Komponenten sowie dem Test des Zusammenspiels war die eigentliche erste Etappe abgeschlossen, nun folgte eine Phase die man am besten als "herumspielen" bezeichnet. Während dieser Phase hatte ich verschiedene Treiber und Softwarekomponenten auf ihr Zusammenspiel hin ausprobiert um zu einer stabilen Konfiguration zu kommen. Als besonders schwierig hat sich die Wiedergabe von MPEG2-Videos herausgestellt, sowohl die Wiedergabe von der TV-Karte als auch von DVDs hat seine Tücken, mit denen die Wartezeit bis zum Eintreffen des DIGN-Gehäuses überbrückt werden konnte. Nach mehrfacher Verschiebung des Liefertermins seitens des Herstellers in Taiwan ("Why do you hurry so much?") traf dann endlich das Gehäuse ein, und die zweite Etappe konnte beginnen. | | Abb.1: Der Gabentisch
| | Abb.2: Erster Probelauf
| | Abb.3: Test im DualHead-Betrieb
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